Kurator Klaus Tesching, anlässlich einer Ausstellung 2017 zum Thema Objekte und Installationen:

Die Arbeiten der deutschen Künstlerin Angelika Jelich sind vielschichtig und nicht sofort eindeutig zu verorten. Ihre Arbeiten sind aber der Malerei zuzuschreiben, was jedoch durch  ihre Verschleifung verschiedener Medien nicht so ganz offentsichtlich erscheint. Jelich
verwendet zum Beispiel recht ungewöhnlich die Rückseite eines tiefen Keilrahmens für collagierte Malerei und  benutzt Formen wie bei „shaped canvasses“  für ihre Malereiobjekte. Zum Teil verzichtet sie auch ganz auf die Leinwand und skizziert plastische Formen im Raum, die Outline und Silouetten ergeben.

Die erste Werkphase von Angelika Jelich ist geprägt duch das Vorbild der Landschaftsmalerei. Sie trieb ihre Suche nach persöhnlicher Authenzität entscheidend voran.
Durch Aufenthalte auf Long Island bei ihrem in die USA ausgewanderten Sohn,  beginnt sich ihre Wahrnehmung auf die amerikanische Alltagskultur einzustellen und es beginnt die Werkreihe der „Gobelinpaintings“. Zudem erfindet sie das Folienbild „Transparency“ in der
Auseinandersetzung mit dem Vorbild  Robert Rauschenberg. Jelich fand in den USA den Photofilm als Bildträger und kombiniert ihn mit collagierten Fotos und Zeichnungen zu ihren „Transparencies“ ( Folienbilder).

Der  Farbeinsatz  mit Gips gemischt oder auch durch Folie erzeugt schwebende Farbeindrücke. Motivisch realisiert sich diese Malerei in abstrakten  Kompositionen, seriellen Pattern mit Verweisen auf Vorstellungswelten und psychologischen Konstellationen.

In letzter Zeit  entstehen erste Formen wie bei den shaped canvases mit Paaren und Formen, die auch Assoziationen zur Freiheitsstatue zulassen.Diese Bildobjekte haben einen Bezug zu der verstorbenen Künstlerin Ree Morton. Jelich fand sich in ihrer Arbeitsrichtung bestätigt, als sie auf diese Künstlerin hingewiesen wurde. Wie Morton benutzt sie banale Motive in fliederfarbiger  Frühlingsfarbigkeit wie, um in der Assoziation zu bleiben, zur Hinterfragung der Freiheitsstatue als Sinnbild westlicher aufgeklärter Lebensvorstellung. Trotz gewisser Ãhnlichkeiten hat Jelichs Werk keinen direkt feministischen Bezug. Auch der Hinweis auf William Copley und im weiteren Philip Guston erschienen Korrespondenzen in ihren Augen aufzuzeigen.

Jelich setzt “konfrontative Unschuld“  und Humor in ihren Bildobjekten ein, die auf alltägliche dekorative Muster, wie z.B. in Teppichen und Symbolen der Indianer verweisen. Jelich selbst beschrieb ihre Arbeit als “leichte und ironische auf ernsthafte Themen ohne Frivolität”.

Formen von Geschlossenheit und Kompaktheit stehen Formen von naiver Unfertigkeit gegenüber und erzeugen kontrastierende Spannungen. Jelich denkt immer über die einzelne Arbeit hinaus. In Serien wird ein Motivkomplex entwickelt und in verschiedenen Medien weitergeführt in
Variationen und Ergänzungen.

Ein Kurator beschrieb Jelichs Werk als “ungewöhnlich in seiner Gesamtheit”, es beinhaltet Malerei, handwerkliche Objekte, natürliche und künstliche Materialien. Ihre Arbeit ist intelligent, ohne intellektuell zu sein, erzählerisch, ohne literarisch und ironisch zu sein, ohne wunderlich zu
sein.
Jelichs  Kunst kombiniert  Poesie und Alltagskultur. Die Vielfalt ihres Werkes , die widersprüchliche und leicht naive Natur, Jelichs Reaktion auf die Konsumwelt, ihre Visionen von persönlichen  Glück erzeugen einen besonderen Vorstellungskosmos.



Curator Klaus Tesching 2017:

The work of the German artist Angelika Jelich is complex and not immediately clear. Their work is however the painting attributable to it, however, by their smearing different media does not seem so obvious. Jelich used for example quite unusually the back of a deep one
wedge frame for collage painting and uses shapes as with shaped canvasses for her painting objects. Partially, she also renounces the canvas entirely and sketched plastic shapes in space, the outline and silouettes respectively.

The first work phase of Angelika Jelich is characterized by the model the landscape painting. She drives her search for more personal autonomy.
Through stays on Long Island at her to the USA emigrated son, her perception begins on the american everyday culture and the series begins the “gobelin paintings”. In addition, she invented the “Transparency” in the confronting the role of Robert Rauschenberg. Jelich found in the USA the photo film as an image carrier and combined it with collage photos and drawings on her “Transparencies” (photo film and collage).

The paint insert is mixed with gesso or also produced by foil floating color. This painting is motivated in a creative way abstract compositions, serial patterns with references on worlds of imagination and psychological constellations.

Recently, the first forms such as the shaped canvases have been created with pairs and forms, which also allows associations with the statue of liberty. These picture objects have a relation to the deceased artist Ree Morton. Jelich found herself in her working direction when she was referred to this artist. Like Morton she used banal motifs in lilac-colored spring colors as if to remain in the association, to the question of the freedom statue as a symbol of the western enlightened life presence. In spite of certain similarities, Jelich’s work has none direct feminist reference. Also the reference to William Copley and the further Philip Guston appeared correspondences in her eyes to show.

Jelich puts “confrontational innocence” and humor in her picture objects, one that is based on everyday decorative patterns, such as in carpets and symbols of the Indians refer. Jelich herself described her work as “easy and ironic on serious issues without frivolity “.
Forms of unity and compactness are forms of naive incompetence and produce contrasting tensions. Jelich always thinks about the individual work. In series is a complex of motifs developed and in various media in variations and additions.

A curator described Jelich’s work as “unusual in his totality “, it includes painting, craft objects, natural and artificial materials. Her work is intelligent without being intellectual, narrative without being literary and ironic, without quaint be.
Jelich’s art combines poetry and everyday culture. The variety of her the contradictory and slightly naive nature, Jelich’s reaction to the consumer world, her visions of personal happiness create a special imagination cosmos.

Please excuse any translation mistakes. ;-)